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Gesundheitszentren"Patienten kommen mit schweren Erkrankungen zu uns und legen oft stundenlange Fußmärsche zurück, um sich behandeln zu lassen. Gerne möchten wir noch mehr Menschen helfen."Dr. Julio Cesar Condori Troncoso
Wir begreifen Gesundheit und Hygiene als einen wesentlichen Baustein für nachhaltige Entwicklung. In ländlichen Regionen der Hochanden Perus haben die Menschen kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und die Hygieneverhältnisse sind oft verheerend. Der Verein Herzen für eine neue Welt e.V. in Kooperation mit dem Verein Zahnärzte helfen e.V. hat sich zum Ziel gesetzt diesem Zustand entgegenzuwirken.

In unseren Gesundheitsstationen kümmern sich ein festeingestellter Zahnarzt, Zahnarztpraktikanten, eine Allgemeinmedizinerin und eine Krankenschwester um das Wohl von unseren Patienten. Außerdem gibt es regelmäßige Gesundheitskampagnen, durchgeführt von den Zahnarztpraktikanten und Freiwilligen, in den Bergdörfern sowie den lokalen Schulen, bei denen versucht wird die Wichtigkeit von sorgfältiger Zahnpflege hervorzuheben.

Behandelt werden zum Großteil Patienten, die sich bei der Arbeit auf ihren Feldern verletzt haben. Patienten suchen uns mit Knochenbrüchen, Rückenproblemen und Platzwunden auf. Auch psychische Krankheiten und Folgen von Alkoholismus sind an der Tagesordnung. Häufig kommen auch Frauen, die von ihren Männern geschlagen wurden. Gewalt in der Familie ist in Peru nach wie vor sehr weit verbreitet.

In der gesamten Region Urubambas war bislang keine gynäkologische Behandlung mit Ultraschallgerät möglich. Wir haben dem mit einem modernen Ultraschallgerät Abhilfe geschaffen, unter anderem für Schwangerschaftsuntersuchungen.

Beim Zahnarzt zeigt sich auch viel Handlungsbedarf: beispielsweise Patienten mit schwerem Karies, die jahrelang mit Schmerzen gelebt haben, da sie sich keinen Zahnarzt leisten konnten. Das Röntgengerät macht nun zahnerhaltende Wurzelbehandlungen möglich.

Von den Patienten der Gesundheitsstationen ist niemand versichert, da Versicherungen kaum existent oder für die Landbevölkerung oft nicht bezahlbar sind. Bei uns kann die Behandlung im Extremfall auch mit einem Minimalbetrag von einem Sol, das sind umgerechnet 0,35 Euro, oder auch nur mit einem Apfel oder ähnlichem bezahlt werden. Unsere Patienten kommen teilweise von weit her. Sie kommen, weil es oft keine Ärzte in der Nähe gibt oder weil sie sich einen Arztbesuch sonst nicht leisten können; und sie kommen, weil sich die Ärzte hier Zeit für sie nehmen und ihnen hier wirklich geholfen wird.



Der Zahnarzt bei der Arbeit.

Die Gesundheitsstationen sind mit je einem Labor ausgestattet. Unter dem Mikroskop werden Stuhl, Blut, und Urin analysiert.

Das Team der Gesundheitsstation in Huilloc.

Wartende Patienten.

Die Gesundheitsstation in Huilloc.

Einmal wöchentlich kommt der Projekt-Zahnarzt ins Kinderdorf Munaychay. Zwei Freiwillige aus Deutschland assistieren ihm bei der Arbeit.

Die Kinder haben Spaß, während sie auf eine Zahnarztbehandlung warten.



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