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Zentrum für Menschen mit Behinderung"Er ist mein Gang, ich bin seine Sicht"Virginia Choque Quispe, Mitglied im Zentrum für Menschen mit Behinderung, zusammen mit ihrem Verlobten Nicasio Valencia Bustamante, Mitarbeiter in der städtischen Behindertenbehörde OMAPED.Virginia sitzt im Rollstuhl, Nicasio ist blind.
Das Leben mit Behinderung in den Anden Perus ist für die Betroffenen alles andere als einfach. Nicht selten leben Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung am Rande der Gesellschaft, werden ausgeschlossen oder sogar sozial verachtet.

Wir setzen uns dafür ein, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in der Region von Urubamba nachhaltig zu verbessern, ihre Rechte zu schützen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. So engagieren wir uns für ihre Integration ins gesellschaftliche Leben, indem wir sie bei der Arbeitssuche unterstützen, sie zu Arztbesuchen begleiten oder anderweitig behilflich sind. Auch finanziell werden die mittlerweile fast 80 Mitglieder im Alter von 4 bis 96 Jahren von uns unterstützt, beispielsweise durch die Bezahlung von Augenoperationen sowie Medikamenten oder durch die Beschaffung von Hörgeräten, Brillen und Rollstühlen.

Die Mitglieder des Zentrums versammeln sich jeden Mittwoch, um sich untereinander auszutauschen und gemeinsam mit den Mitarbeitern von Corazones para Perú Arztbesuche zu organisieren, zu spielen und zu kochen. Von Montag bis Freitag wird außerdem für die Gruppe ein zweigängiges Mittagessen zubereitet. Dieses kostet für die Mitglieder, die es sich leisten können, umgerechnet nicht einmal einen Euro und garantiert eine ausgewogene Ernährung, die sie sich ohne die Hilfe unseres Vereins nicht leisten könnten. Ist selbst dieser kleine Betrag zu hoch, übernimmt Corazones die Kosten für das Menü.

Um ein regelmäßiges Einkommen zu gewährleisten wurde Ende 2011 die Strickwerkstatt ins Leben gerufen. Bei den wöchentlichen Treffen stricken die Mitglieder Jacken, Pullover, Mützen und vieles mehr, was sie auf dem Markt an ihrem eigenen Stand verkaufen. Auch im vereinseigenen Geschäft in Königstein können Sie diese Produkte erstehen und so dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung in Urubamba die Möglichkeit haben, ihren Lebensstandard zu verbessern.

Uns ist es bei dem Projekt wichtig, eine gute Beziehung zu den Mitgliedern zu haben. Daher führen wir regelmäßig Hausbesuche durch und bekommen so einen besseren Einblick in das Leben der Behinderten. Dies ermöglicht es uns, gezielt mit ihnen zu arbeiten und ihnen genau dort Hilfe anzubieten, wo sie benötigt wird. Durch den Zusammenhalt wird jeder einzelne in unserem Zentrum gestärkt. Lernt man zum Beispiel Maruja oder Hugo kennen, zeigt sich sofort: Lebensfreude hat nichts mit körperlicher Unversehrtheit zu tun, solange man jemanden hat, der einen versteht und der einem hilft.

Ab Januar 2017 können wir endlich mit unserem neu errichteten Physiotherapiezentrum starten. Unter dem Motto „Behinderte helfen Behinderten" bieten wir gemeinsam mit den Mitgliedern unseres Therapieteams Massagen für Menschen des Zentrums an.
Die professionelle Therapie wird in Kooperation mit den städtischen Behörden und einer NGO für Behinderte von einem speziell ausgebildeten Physioterapeuten übernommen. So können wir aktiv gegen ihre Behinderung ankämpfen und neue Möglichkeiten zur gesundheitlichen Besserung schaffen.



Rollstuhlwettrennen auf dem Plaza de Armas in Urubamba

Ausflug der unterstützten Behindertenbehörde OMAPED zu den heißen Quellen in Raya

Tiefe Freundschaften sind in der Gruppe entstanden

Es tut gut, sich auszutauschen

Handarbeitstreffen

Dieses schwerhörige Mädchen bekommt ein Hörgerät

Jeder braucht jemanden, der einfach mal zuhört.

Jahrestreffen auf dem Hauptplatz in Urubamba



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