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Selbstloses Schleppen jeden Samstag  


Freiwillige von „Corazones para Peru“ helfen einer vierköpfigen Familie in Peru beim Hausbau, nachdem sie von deren schwerem Schicksal erfahren haben

Urubamba / Peru, 15.02.2013: Edgar Soto lächelt. Zwei seiner Töchter, zwei und acht Jahre alt, hält er in seinen Armen. „Es ist ruhig hier“, sagt er. Etwas außerhalb von Urubamba, der 10000-Einwohner-Stadt im Süden Perus lebt Soto mit seinen zwei Töchtern und einem Sohn. Auf der anderen Seite des Flusses Urubamba führt eine Straße direkt zu einem Hang, an dem Soto sein neues Haus und sein neues Leben für seine Familie aufgebaut hat. Der 41-jährige Mann zeigt auf sein Haus, auf die umliegenden Häuser und sagt: „Mein Leben hat sich total verändert.“ Seit fünf Volontarios der Hilfsorganisation „Corazones para Peru“ im Oktober 2012 auf das Schicksal des Mannes und seiner Familie aufmerksam wurden – und umgehend beschlossen zu helfen.


Schweres Schicksal für die Familie

Jeden Samstag, in ihrer Freizeit, schleppten die jungen Männer schwere Steine, verputzten Wände und verlegten Dachbalken. Felix Wenzel, 21, der „Corazones para Peru“ als Freiwilliger seit August 2012 unterstützt, lernte Soto und seine Familie im Rahmen seiner Arbeit für das Projekt „Lernen mit Herz“ kennen. „Lernen mit Herz“ bietet bedürftigen Familien Förderung an, damit sie sich den Besuch ihres Kindes auf einer weiterführenden Schule leisten können. „Corazones para Peru“ stellt die Schulmaterialien und kompensiert die fehlende Arbeitskraft durch eine monatliche Unterstützung. Als Wenzel die Familie zum ersten Mal besuchte, erfuhr er von deren bewegender Geschichte: Als Sotos Frau vor rund einem Jahr nach vier erfolglosen Operationen an Darmkrebs starb, schien die Existenz der Familie bedroht zu sein.


„Es war eine schöne Erfahrung zu helfen“

Soto gab seine Arbeit auf, blieb zu Hause, um sich um seine jüngste Tochter, die damals ein Jahr alt war, zu kümmern. Sein inzwischen 15-jähriger Sohn besuchte die „Secundaria“, die annähernd dem deutschen Gymnasium entspricht. Um das Schulgeld und den Unterhalt für seine Kinder weiter aufbringen zu können, beschloss Soto sein Haus zu verkaufen. Die Familie stand unmittelbar vor der Obdachlosigkeit. Zudem musste Soto Schulden aufnehmen. Im Streit um Geld brach ihm ein Nachbar die Hand. „Ich habe immer noch Schmerzen heute und kann nicht schwer arbeiten.“ Er zeigt seine leicht verkrüppelte Hand, deren Knochen nach dem Bruch nicht mehr richtig zusammengewachsen sind. Die fünf Freiwilligen beschlossen, dem Mann und seiner Familie zu helfen. Sie fuhren regelmäßig, über Monate hinweg, zu Soto und arbeiteten auf der Baustelle. „Es ist toll, ein Haus zu


2000 Euro Spenden aus Deutschland

Felix Wenzel schrieb parallel seiner Familie und seinen Freunden in Deutschland, erzählte ihnen von Soto und seiner Not, bat sie um Spenden. Innerhalb kurzer Zeit kamen rund 2000 Euro zusammen, die „Corazones para Peru“ unmittelbar an Sotos Familie weiterleitete. Anschließend startete das Hilfsprojekt einen größeren Aufruf, bei dem noch einmal über 2600 Euro gespendet wurden. Die Kosten für den Hausbau schätzt Soto insgesamt auf fast 7000 Euro. Es fehlt noch Geld. Auch für den Putz, der an einigen Stellen noch fehlt, für die Inneneinrichtung und eine Küche, die es bislang noch nicht im Haus gibt. „Ich will doch für meine Kinder kochen“, wünscht sich Soto.


Die Helfer gehören nun zur Familie

Die größte Belohnung für die freiwilligen Helfer ist die Anerkennung Sotos, das sagen sie selbst. „Er hat gesagt, dass wir nun wie seine Söhne für ihn sind.“ Und der dreifache Vater bestätigt das auch: „Die Jungen gehören für mich inzwischen zu meiner Familie.“



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