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„Dominga soll in Würde altern“  


Mitarbeiterinnen von „Corazones para Perú“ helfen einer alten, kranken Frau, die in einer Lagerhalle ohne Pflege lebt / Behindertenbeauftrage sucht Heim

Urubamba / Peru, 20.02.2013: Die hohen Wände sind karg. Durch die Glasscheiben im Dach fällt Licht. Auf einer Seite der Halle liegen lange Abflussrohre gestapelt, auf der anderen Seite stehen große, schwere Maschinen. Mittendrin, an einer der Wände, liegt eine in Plastik verpackte Matratze. Darauf liegt Dominga. Die alte Frau ist in eine Wolldecke gehüllt, die nass und verschmutzt ist. Es riecht beißend nach Urin. Die Frau spricht einige unverständliche Worte, ein Gemisch aus Spanisch und Quechua – die Sprache der Einheimischen. Kerstin Werther richtet die alte Frau auf. Amina Krami reicht ihr eine heiße Suppe. Dominga hebt die Hand zum Himmel, murmelt etwas. „Sie bedankt sich bei Gott“, sagt Werther. „Das macht sie immer, wenn wir kommen und ihr etwas zu essen geben.“


Viele Gerüchte, wenig Gewissheit

In der Halle, außerhalb des Ortskerns von Urubama, lagert die Gemeindeverwaltung ihr Material und ihre Arbeitsgeräte. Wie und warum die alte Frau dorthin kam, das weiß niemand genau. Es gibt verschiedene Geschichten und viele Vermutungen, die ihr Schicksal erzählen. Seit zwei Jahren soll sie in der Halle „vor sich hin vegetieren“. Die Gemeindeverwaltung selbst habe sie von der Straße dorthin gebracht. Sie habe einst für eine reiche Familie gearbeitet, die dann alles verloren habe. Sie sei alkoholabhängig gewesen. Ihr Mann habe sie vor Jahren verlassen. Sie habe eine manische Störung gehabt, Dinge auf der Straße zu sammeln. Sie habe einen Sohn in den USA. Auch ihr genaues Alter ist unbekannt. Einige vermuten, sie sei über 100 Jahre alt. Gerüchte gibt es viele, Gewissheit allerdings wenig. Sicher ist nur: Dominga braucht dringend Hilfe.


Heime in Peru sind entweder voll oder teuer

„Solche Fälle kommen in Peru sehr oft vor“, sagt Jessy Aliceth Carpio Pacheco. Die 38-jährige Frau leitet das Projekt für Menschen mit Behinderung von „Corazones para Perú“. Es gebe Altersheime in Peru, die der peruanische Staat als öffentliche Einrichtungen finanziert. „Doch die sind fast immer total überfüllt“, so Pacheco. „Daneben gibt es noch private Heime, aber die sind in der Regel sehr teuer.“ Zudem bietet der Staat die „Pension 65“. Damit erhalten Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, einen Zuschuss von umgerechnet etwas mehr als 35 Euro im Monat. Doch das reicht in vielen Fällen nicht, und auch nicht alle bedürftigen Menschen erhalten die „Pension 65“. Was also machen alte Menschen, die keine Familie haben oder sonst jemanden, der sich um sie kümmert?


Ein geeigneter Platz für Dominga

Sie suchen sich Arbeit – wenn sie können. Denn viele Familien nähmen beispielsweise ältere Frauen als Haushälterin auf, erklärt Pacheco: „Dann haben sie ein Dach über dem Kopf und bekommen etwas zu essen.“ Dominga allerdings kann nicht mehr arbeiten. Deshalb will Pacheco ein geeignetes Heim für Dominga finden. Doch das ist nicht einfach. Zuvor müssen bürokratische Details geklärt werden. Dominga besitzt keinen Ausweis und keine Geburtsurkunde. Dokumente, die notwendig sind. Nach langer Suche und vielen Gesprächen ist Pacheco schließlich jedoch fündig geworden: Ein Altersheim in Cusco, dessen Träger die Katholische Kirche ist, will Dominga aufnehmen. Bis sie aber tatsächlich einziehen kann, dürften wohl noch einige Wochen vergehen. Bis dahin ist die Frau auch weiterhin auf die Pflege und selbstlose Hilfe angewiesen. Für ihre letzten Lebensjahre. Denn die Geburtsurkunde, die schließlich doch noch gefunden wurde, weist auch das tatsächliche Alter von Dominga aus: 97.


Wenn Sie Dominga helfen wollen, in Würde alt zu werden, spenden Sie an „Corazones para Peru“ unter dem Stichwort „Dominga“ an: Deutsche Bank Königstein, BLZ 500 700 24, Konto 47 222 37





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