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Bosch will „Corazones para Perú“ weiterhin helfen  


Dem Unternehmen gefällt die Hilfsarbeit des deutsch-peruanischen Hilfsprojektes so sehr, dass es dies als einziges in Peru weiter unterstützen will

Urubamba / Peru, 08.04.2013: Tief berührt sei er, sagte Besaliel Botelho am Ende, nachdem er das Kinderdorf „Munaychay“ in Chicon besucht hatte. Überhaupt sei die Arbeit, die „Corazones para Perú“ seit 14 Jahre leiste, überaus professionell: „Es ist großartig, was sie tun. Ich habe sehr viel mitgenommen“, so der Präsident von Bosch Südamerika. Ebenfalls begeistert von dem Engagement und der Professionalität des deutsch-peruanischen Hilfsprojekts waren der regionale Leiter von Bosch Südamerika, Helmut Obilcnik, und der Leiter von Bosch Peru, Antonio Rangel. Am Ende versprach Bosch-Präsident Botelho weitere Hilfe und Unterstützung für „Corazones para Perú“. Das Hilfsprojekt ist das Einzige in ganz Peru, das von dem Unternehmen unterstützt wird.


Bücher und Lernmaterialien für rund 12.000 Euro

Bereits rund zwei Wochen zuvor hatte Peru-Leiter Rangel die Projekte von „Corazones para Perú“ besucht – gemeinsam mit Helmut Schwarz, dem Geschäftsführer von „Primavera Hilfe für Kinder in Not e.V.“. Der Verein, der von aktiven und ehemaligen Mitarbeitern der Bosch-Gruppe geführt wird, hat das Ziel, Kindern in Elendsvierteln nachhaltig zu helfen und ihnen damit eine neue Perspektive zu bieten. Anfang Februar hatte „Corazones para Perú“ über 250 Bücher sowie Spielzeuge, Brettspiele und andere Unterrichtsmaterialien an die Leiterinnen und Leiter von zwölf Schulen aus der Region Urubamba übergeben. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende des Vereins „Primavera Hilfe für Kinder in Not e.V.“ im Gesamtwert von 12.000 Euro.


Lesekompetenz, Kreativität und Forscherdrang fördern

Bei ihrem Besuch konnten Rangel und Schwarz unmittelbar erfahren, wie die gespendeten Bücher eingesetzt werden – etwa in der Grundschule in Yanahuara, die Kinder von 6 bis 11 Jahren besuchen. „Bislang hatten wir nur vier verschiedene Bücher für den gesamten Schulunterricht“, erklärte Alfredo Rojas Gonzalez. „Diese Bücher stellt das Bildungsministerium.“ Gonzalez ist Lehrer an der Grundschule in Yanahuara, die von der 1. bis zur 6. Klasse führt. „Die gespendeten Bücher bieten völlig neue pädagogische Möglichkeiten, die wir bislang nicht hatten“, so Rojas Gonzalez. In der Grundschule konnte der Direktor dank der Spenden eine Schulbibliothek einrichten, um die Lesekompetenz der Kinder, aber auch ihre Kreativität und ihren Forscherdrang zu fördern.


Kronkorken und Altpapier schulten bislang den Tastsinn

In der Vorschule im benachbarten Chichubamba konnten Rangel und Schwarz erleben, wie der Unterricht mit den gespendeten Spielzeugen und Lernmaterialien für die Jüngsten gestaltet wird. Die 28 Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren sollen täglich von 8 bis 13 Uhr auf den Unterricht der Grundschule und deren Fächer vorbereitet werden. Die Kinder erhalten auch ein Frühstück und ein Mittagessen. Während des Unterrichts sollen vor allem Tastsinn und Motorik geschult werden. „Dazu haben wir bislang immer diese Sachen dort benutzt“, sagt Leiterin Emma Mesco Piedra und zeigt auf einige große Pappkisten. Darin liegen bemalte Konservendosen, Kronkorken und gefaltetes Altpapier. Inzwischen jedoch kann Piedra die Kinder täglich in Vierer-Gruppen aufteilen und an sie die modernen Holzspielzeuge verteilen, die von der „Primavera“-Spende gekauft wurden.


Nicht genug Computer für alle Kinder vorhanden

In der Grundschule in Chichubamba, deren Klassenräume unmittelbar an die Vorschule angrenzen, teilen sich insgesamt 150 Kinder 10 Computer. „Das ist natürlich nicht genug“, sagt Schulleiterin Lourdes Sonco Villegas. Denn auch die Grundschule hat Bücher und Lernmaterialen von einem Teil der Spende erhalten – viele enthalten CDs und DVDs für das interaktive Lernen. „Viele Kinder gehen nach dem Unterricht direkt ins Internet und wollen zu dem Thema nachlesen“, sagt Villegas. Die modernen Bücher, die inzwischen gegen die älteren ausgetauscht wurden, seien ausführlicher erklärt, enthielten mehr Wissen und vermittelten die Sachverhalte ausführlicher, urteilt die Direktorin. Auch die Grundschule in Chichubamba hat eine eigene Schulbibliothek eingerichtet. Momentan fehlen allerdings noch Tische und Stühle zum Lernen.


„Diese Arbeit ist sehr wichtig und sehr professionell“

Am Ende ihres Besuchs zeigten sich Peru-Leiter Rangel und „Primavera“-Chef Schwarz ebenfalls, wie auch Bosch-Präsident Botelho, höchst begeistert von der sozialen Arbeit, die „Corazones para Perú“ leistet. „Es ist unglaublich schön, dies alles zu sehen“, so Schwarz. „Ich bin vor allem positiv überrascht von der Vielfältigkeit der Projekte.“ Rangel versprach spontan die Holzwerkstatt im Kinderdorf „Munaychay“ mit neuen Bosch-Werkzeugen und –Maschinen im Wert von rund 2700 Euro auszustatten. Der Peru-Chef lobte vor allem den qualitativen Standard des Hilfsprojekts: „Diese Arbeit ist sehr, sehr wichtig und sehr professionell. Man kann in den Augen der Kinder im Kinderdorf ‚Munaychay‘ sehen, wie glücklich sie sind.“ Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang, so Rangel weiter, dass den Kindern „eine Zukunft ermöglicht wird, die frei von Drogen, Armut, Gewalt und Kriminalität ist“. Um dieses Ziel zu erreichen, will Bosch „Corazones para Perú“ auch weiterhin bei seinen Projekten unterstützen.



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