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Wissen für die Zukunft  


„Corazones para Perú“ und „Primavera Hilfe für Kinder in Not“ spenden Bücher und Lernmaterial für eine Schule im Bergdorf Huilloc in den Hochanden Perus

Mathematik, Chemie, Erdkunde oder Computerwissenschaften – für Jefferson stehen diese Fächer auf dem wöchentlichen Stundenplan. Was für Europäer ganz normal erscheint, kann für einen 12-jährigen Jungen, der in einem kleinen traditionellen Bergdorf weit oben in den Hochanden Perus lebt, eine Herausforderung darstellen. Jefferson kommt aus Huilloc. „Wir leben hier in einer traumhaften Landschaft mit vielen Möglichkeiten zum Spielen. Doch für Schulbücher, Hefte und Stifte und um ins Internet zu gehen, müssen wir in die Stadt fahren oder laufen. Das machen wir nur, wenn es unbedingt notwendig ist, denn der Weg ist weit und steil“, erzählt Jefferson.



Zwischen Tradition und Moderne

Kommt man in das kleine Bergdorf Huilloc, ist es nur schwer vorstellbar, dass auf 3800 Metern Höhe die Schulbildung überhaupt eine Rolle spielt. Hier tragen die Menschen immer noch ihre Trachten und kommunizieren in Quechua, der Sprache der Einheimischen. Warmes Wasser kommt hier nicht aus den Leitungen und gekocht wird an der Feuerstelle. Doch: Es gibt zwei Schulen. Die „Primaria“ für die kleineren Kinder, die „Secundaria“ für die Großen ab 12 Jahren. In beiden Schulen werden die Kinder und Jugendlichen aus Huilloc und den umliegenden Dörfern unterrichtet. Um zu einer der beiden Schulen zu gelangen, nehmen die Mädchen und Jungen einen weiten Weg in Kauf.


Schulbildung ist zukunftsweisend

Betritt man einen Klassenraum der „Secundaria“, der Oberschule, merkt man schnell, dass es auch bei den Lerninhalten große Unterschiede zu Schulen in Deutschland gibt. Gelernt wird hier zwar auch, mit Disziplin und einem umfangreichen Lehrplan - denn eine gute Schulausbildung ist wegweisend für die Zukunft jedes Schülers. Doch aufgrund fehlender Mittel hat die Schulbildung gerade in Bergdörfern einen geringen Stellenwert. Als Jüngster von insgesamt sechs Geschwistern hat Jefferson trotzdem schon genaue Vorstellungen und ein klares Ziel vor Augen: „Ich möchte studieren, um viel Geld zu verdienen. Denn dann kann ich nach Europa reisen.“


Netzwerk unterstützt Schulen

Obwohl der Unterricht in staatlichen Schulen grundsätzlich kostenlos ist, müssen die Eltern für die gesamten Lehrmaterialien und die erforderliche Schuluniform ihrer Kinder aufkommen. Für viele Familien ist das ein Luxus, den sie sich nicht leisten können. Denn in den Bergdörfern wird für die Landwirtschaft und die alltäglichen notwendigen Arbeiten jede helfende Hand gebraucht. Auch die der Kinder. „Diesem Problem wollen wir durch gezielte Beiträge und Spendengelder vorweg greifen“, so Sandra Rodriguez Gonzalez, Direktorin von „Corazones para Perú“ - dem peruanischen Schwesterverein von „Herzen für eine Neue Welt“. „Wir unterstützen die Schulen durch Lernmaterial, Mittagessen und einen finanziellen Ausgleich für die Familien, damit die Schüler eine adäquate Ausbildung erreichen können“, so Rodriguez Gonzalez.


12 Prozent Analphabeten in Peru

Zumal viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, in Peru nicht lesen und schreiben können. Die Quote der Analphabeten in Peru liegt bei rund 12 Prozent. Doch landesweite Bildungskampagnen sollen diesen Missstand verbessern. Der Präsident der peruanischen Botschaft, Alan García, hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, die Quote der Analphabeten in Peru drastisch zu senken und die Voraussetzungen für Schüler zu optimieren. „Ich möchte die Qualität der Bildung in Peru verbessern und diese für alle garantieren“, erklärt García. „Denn niemand soll wegen fehlender Mittel auf Bildung verzichten müssen.“


Grundlagen für eine gute Ausbildung

Anfang Februar hatte „Corazones para Perú“ über 250 Bücher sowie Spielzeuge, Brettspiele und andere Unterrichtsmaterialien an die Leiterinnen und Leiter von zwölf Schulen aus der Region Urubamba übergeben, darunter auch Huilloc. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende im Gesamtwert von 12.000 Euro des Vereins „Primavera - Hilfe für Kinder in Not“, der von aktiven und ehemaligen Mitarbeitern der Bosch-Gruppe geführt wird. Für eine adäquate Ausbildung brauchen die Schülerinnen und Schüler unter anderem aktuelles Lernmaterial. Unter den Büchern befinden sich Titel für alle Altersstufen: Englische Lexika, klassische Literatur und naturwissenschaftliche Kompendien. Viele der Bücher enthalten DVDs oder CDs mit zusätzlichem Lernmaterial.



Zukunftsbasierte Unterstützung von Primavera

Helmut Schwarz, Vorstandsvorsitzender von „Primavera“, nimmt diese Situation zum Anlass und möchte mit ersten Schritten einen entscheidenden Beitrag leisten. „Uns liegt die Bildung und die damit verbundenen Möglichkeiten für jeden einzelnen Schüler sehr am Herzen“. Mit einem klaren Ziel vor Augen, schauen „Primavera“ und „Herzen für eine Neue Welt“ positiv in die Zukunft. Denn die Schüler in Huilloc sind für die Zukunft gewappnet und haben von nun an gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche und faktenbasierte Ausbildung. Jefferson beispielsweise hat großes Interesse an Sprachen, Mathematik und Geschichte, was er von nun an stetig erweitern kann.




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