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Liebe geht durch den Magen   


Für den gemeinnützigen Verein „Herzen für eine Neue Welt“ sind eine gesunde Ernährung und die richtige Hygiene ein essentielles Ziel, was unter anderem in dem Kinderdorf Munaychay und in Schulen im Valle Sagrado in Peru bereits umgesetzt wird und in Form von Projektwochen noch gezielter ausgebaut werden soll.

Es ist sehr kalt in den Hochanden Perus, besonders nachts. Dagegen helfen warme Decken und adäquate Kleidung – und eine gezielte und ausgewogene Ernährung. Das wussten schon die Inkas. An zahlreichen Orten findet man in der Region um Cusco beeindruckende Hinterlassenschaften der Inkas, die auf die Wissenschaften dieser Kultur hinweisen. So zeigen die Terrassen in Moray ein Agrarversuchsfeld für Kartoffeln und Gerste und den Einfluss der einzelnen Mikroklimate auf den Pflanzenwuchs – was in diesen Höhen durchaus nachvollziehbar ist.


Fett speichert Wärme, ist aber ungesund

Viele Peruaner gehen davon aus, dass fettige frittierte Speisen den Körper erwärmen und so gegen Kälte vorbeugen. Das spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot auf den Straßen und in den Restaurants wider. Doch die heutigen Erkenntnisse der Ernährungswissenschaften sind durchaus gegenteiliger Meinung. Man könnte zwar annehmen, dass Frittiertes zu einer Gewichtszunahme führt und ein Mehr an Körperfett den Körper gegen die Kälte isoliert. Dem stehen allerdings Stoffwechselprobleme und Herzerkrankungen gegenüber. Außerdem benötigen gerade Kinder und Jugendliche eine ausgewogene Ernährung, um sich optimal zu entwickeln.


Ernährung fördert den Verstand

„Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen wirkt sich positiv auf die geistige und körperliche Entwicklung aus“, sagt Avishai Pearson. Avishai hat bereits zahlreiche Erfahrungen in diesem Bereich der Ernährungswissenschaften in Israel und den USA gesammelt bevor er in das Projekt kam, um dort das Agrarzentrum „Santa Rosa“ und die Ernährung zu verantworten. „Auch gesundes Essen kann lecker schmecken und ist sehr einfach in der Zubereitung“ so Avishai.


Eingeschränkte Voraussetzungen

Doch ist es leichter gesagt als getan, an die richtigen Lebensmittel heranzukommen. Für manche Bewohner der Bergdörfer hoch oben in den Anden ist der Weg in die Stadt weit und bedeutet einen mehrstündigen Fußmarsch. Die meisten Dörfer sind eigentlich autark. Doch auf über 4.000 Metern Höhe sind die Voraussetzungen eingeschränkt. Denn der Anbau von Gemüse, wie Tomaten, Karotten, Erbsen und Zucchini ist bei Temperaturen in der Nacht von unter 0 Grad Celsius so gut wie nicht möglich. Ebenso die Haltung von Tieren wie Rindern und Schweinen. Kartoffeln halten dem Bodenfrost stand und auch Alpakas und Lamas sind die Kälte gewohnt. Doch das reicht langfristig nicht aus für eine ausgewogene Ernährung.


Reis, Quinoa und Olivenöl für das Kinderdorf und die Schulen

Jeden Monat versorgt „Herzen für eine Neue Welt“ das Kinderdorf „Munaychay“ und insgesamt 8 Schulen in der Region Urubambas mit wichtigen Lebensmitteln, wie Reis, Quinoa, Olivenöl, Mehl und Zucker. Säckeweise werden die Grundnahrungsmittel zu den Schulen gebracht. „Eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Kinder ist für uns sehr wichtig“, so Sandra Rodriguez Gonzales, Direktorin von „Herzen für eine Neue Welt“. Diese Spenden werden an den Schulen für die Zubereitung der Mittagsgerichte für über 1000 Kinder verwendet. Deren Eltern zahlen dafür eine symbolische Abgabe von 5 Soles, also etwa 1,60 Euro pro Monat.


Schlechte Hygiene: Tier und Mensch unter einem Dach

Meerschweinchen und Hühner sind ein fester Bestandteil in jedem Haushalt. Die Tiere bieten zwar eine gute Grundlage für den täglichen Bedarf, doch ist die Art der Haltung unter gesundheitlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar. Mensch und Tier leben zusammen in einem Raum. Von hygienischen Verhältnissen keine Spur. Alle Bewohner essen quasi von einem Teller und gespült wird mit kaltem Wasser aus dem nahegelegenen Fluss. Diese Umstände sind ein perfekter Nährboden für Bakterien und Viren – und eben auch Parasiten. Zwar sind für hiesige Kinder schwere Erkrankungen der Atemwege bis hin zu tödlichen Lungenentzündungen das Hauptproblem, jedoch gleich gefolgt von Darminfektionen und Parasitenbefall. Letztere sind nicht nur im akuten Fall insbesondere für Kleinkinder sehr gefährlich, sondern sorgen selbst bei ausreichender Versorgung mit Nahrungsmitteln für Mangelzustände und Unterernährung.


Durch Aufklärung die hygienischen Zustände verbessern

Es gilt, die Handhabung von Nahrungsmitteln und Körperhygiene in den peruanischen Bergregionen unter die Lupe zu nehmen und entsprechende Aufklärungsarbeit bei Lehrern, Eltern und Kindern zu leisten. Beauftragt von „Herzen für eine Neue Welt“, fahren mehrere Krankenschwestern mehrmals pro Woche durch die Dörfer und halten Vorträge zu diesen Themen. „Man kann mit wenigen Mitteln viel erreichen, indem man zum Beispiel Trinkwasser abkocht, Salat für 30 Minuten in Wasser mit einigen Tropfen Chlor einlegt, das Geschirr statt mit klarem Wasser mit Spülmittel reinigt und sich nach der Toilette und vor jedem Kontakt mit Nahrung die Hände wäscht.“, stellen die Krankenschwestern von „Herzen für eine Neue Welt“ fest. Mittlerweile haben die Krankenschwestern einen Best-Practice-Guide für Hygiene herausgegeben, wo alle wichtigen Informationen nachgelesen werden können.


Aufklärungsarbeit ist wichtig – insbesondere für die Kinder

Bei einem Besuch der Grundschule im Bergdorf Huilloc, um Chlor und Spülmittel dort vorbeizubringen, war die Reaktion der Kinder auf dem Pausenhof auf die Frage, wie denn das Händewaschen funktioniert, beeindruckend. Denn die meisten von ihnen beherrschten zumindest in der Trockenübung die Gesten der Händedesinfektion samt Nagelreinigung perfekt. Die Aufklärungsarbeit scheint also in den Köpfen hängenzubleiben und das ermutigt, die Anstrengungen in diesem Bereich zu vermehren und in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob dadurch die Durchseuchungsrate der Kinder gesenkt werden kann. „Herzen für eine Neue Welt“ wird in den nächsten Monaten diese Thematik fokussieren und freut sich über jede Spende und Unterstützung dazu.



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