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Kleine Hilfe für wesentliche Bedürfnisse  


„Herzen für eine Neue Welt“ kümmert sich neben seinen eigenen Projekten immer wieder um individuelle Schicksale: außergewöhnliche, besonders hilfsbedürftige Menschen, die mit Spenden direkte Hilfe erfahren können.

Drei Familien, die selbst in der Landbevölkerung der Hochanden aufgrund ihrer Armut und ihres Schicksals herausstechen, benötigen Hilfe für einfache, aber wesentliche Dinge. Sie können sich beispielsweise kein Blutzuckermessgerät anschaffen, obwohl eines dringend gebraucht würde. Sie haben nicht ausreichend Kleidung, Lebensmittel und keinerlei Unterstützung im Alltag.


Luis ist fünf und hat Krebs

Anfang des Jahres war der fünfjährige Luis Fernando Huaman Vargas vor Fieber so geschwächt, dass seine Eltern nicht weiter wussten. Das Geld reicht gerade einmal für notwendige Lebensmittel. „Einen Arztbesuch können wir uns nicht leisten“ sagt Luis‘ Mutter Jesusa. Doch als der Junge immer schwächer wusste, gab es keinen Ausweg. Seit April wird er nun im Krankenhaus in Cusco behandelt. Die Diagnose: Lymphdrüsenkrebs. Im Krankenhaus wird er gut versorgt und die Ärzte haben viel Hoffnung: „Luis ist ein Sonnenschein und er hat einen großen Lebenswillen“, bestätigt eine freiwillige Ärztin aus Deutschland. „Das Einzige, was seine Behandlung optimieren würde, ist ein viertes komplettierendes Medikament in der Chemotherapie, das in Peru nur sehr schwer zu bekommen ist,“ so die Ärztin weiter, „und natürlich die Nähe und Liebe seiner Eltern.“


Kein Geld für Obst und Gemüse

Die Fahrt von Yuanahuara, dem Heimatort von Luis Fernando, nach Cusco dauert ungefähr anderthalb Stunden und kostet 2 Euro pro Strecke. Ein Weg, den die Eltern abwechselnd zwar jeden Tag gerne in Kauf nehmen, der aber auf Dauer mit einem enormen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Zudem bedeutet das einen Arbeitsausfall der Eltern. Das Geld reicht weder für eine temporäre Unterkunft in Cusco, noch für gesundes Obst und Gemüse, das dem geschwächten Immunsystem von Luis sehr gut tun würde. Bis Ende Oktober 2013 wird Luis noch in Behandlung in Cusco bleiben müssen und bis dahin müssen sich die Eltern um ihn kümmern – ohne dabei die weiteren drei Geschwister zu vernachlässigen. „Herzen für eine Neue Welt“ möchte die Familie bei der Unterkunft in Cusco, als auch bei dem Kauf von Medikamenten und notwendigen Lebensmitteln für den kleinen Luis unterstützen.


Alleinerziehende Mutter mit Diabetes

Ein weiterer aktueller Sorgenfall von „Herzen für eine Neue Welt“ ist die Familie Sanchez Loayza. Aufmerksam geworden ist der gemeinnützige Verein auf die Familie, weil Víctor, das jüngste Kind, bereits mit dem Projekt „Lernen mit Herz“ eine regelmäßige Förderung erfährt. Weit verbreitet und mit großen Konsequenzen verbunden ist das Problem, dass der Vater die Familie verlässt und die Mutter mit der Versorgung der Kinder auf sich alleine gestellt ist. So war es bereits vor vielen Jahren bei der Familie Sanchez Loayza. Die Mutter Angélica hat seitdem ihr Bestes gegeben; der Tochter sogar ein Studium an der Universität und dem Jungen den Besuch der Oberschule ermöglicht. Bis sie sich vor zwei Jahren anscheinend nicht mehr von den täglichen Strapazen erholte: Nach zahlreichen Untersuchungen diagnostizierten die Ärzte schließlich Diabetes.



Zweimal am Tag zur Apotheke

„Ich kämpfe jeden Tag und möchte mich nicht aufgeben – meine Kinder brauchen mich doch“, sagt Angélica mit Tränen in den Augen. Besonders in Peru ist das Leben mit Diabetes nicht einfach, wenn das Geld knapp und die Versorgung nur begrenzt ist. Angélica kämpft jeden Tag mit den essentiellen Einschränkungen. So muss Sie mindestens zweimal täglich eine Apotheke aufsuchen, um die Blutzuckerwerte zu messen und überprüfen zu lassen – ein Blutzuckermessgerät ist viel zu teuer, auch wenn es ihr den langen und für sie sehr anstrengenden Weg ersparen würde. Den Verbrauch von Insulin und notwendigen Tabletten versucht sie darüber hinaus mit der Ernährung so zu reduzieren, dass sie nur sehr wenig davon braucht. Das wiederum führt nach zwei Jahren dazu, dass sie abgemagert und dadurch sehr schwach ist.


Leben auf neun Quadratmetern

Die Tochter hat mittlerweile das Studium unterbrochen, um der Mutter im Haushalt zu helfen und die meiste Arbeit zu übernehmen. „So gerne möchte ich meinen Kindern eine richtige Ausbildung ermöglichen, damit sie später ein normales Leben abseits der Armut führen können“ wünscht sich Angélica, die ihren Kindern bis heute nicht mehr als ein Zuhause von rund neun Quadratmetern ohne Bad und fließendem Wasser bieten kann. „Diese Familie möchten wir dahingehend unterstützen, dass der finanzielle Anteil für das Insulin und die notwenigen Medikamente für die Mutter weitestgehend übernommen werden,“ so Sandra Rodriguez Gonzales, Direktorin von „Corazones para Perú“. „Und wir kümmern uns darüber hinaus um regelmäßige Spenden von Kleidung und Lebensmitteln.“


Epilepsie und Down-Syndrom in der Familie

Samstag morgens muss Frau Yupanqui nicht arbeiten. Das ist der einzige halbe Tag in der Woche, an dem sie sich endlich um den Haushalt, um die Wäsche, um Essen und um die Kinder kümmern kann. Vier Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren brauchen ihre Liebe und Aufmerksamkeit. Zwei ganz besonders. Denn Alexander, der Älteste, ist Epileptiker und der jüngste Sohn mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen. Der Vater hat die Familie verlassen. Seither lebt Frau Yupanqui alleine. Den Kleinsten trägt sie im Tuch den ganzen Tag auf dem Rücken, auch während der Arbeit in einer Gärtnerei. Nachdem Alexander wegen seiner epileptischen Anfälle irgendwann der Schule verwiesen wurde, nahm ihn der gemeinnützige Verein „Kiyasurvivors“ in der Schule für behinderte Kinder auf. „Es passiert oft, dass die epileptischen Anfälle von Kindern im Unterricht als sehr störend von den Lehrern eingestuft werden, was in der Regel dann immer zu einem Verweis führt,“ erklärt Aisha Chowdry, Direktorin von „Kiyasurvivors“. „Und danach ist es sehr schwer für diese Kinder überhaupt wieder einen Platz zu finden.“ Bei „Kiyasurvivors“ geht es Alexander gut, doch intellektuell ist er unterfordert. Deshalb bemüht sich Aisha Chowdry um einen neuen Schulplatz.


200 Euro für 6,5 Tage Arbeit pro Woche

Epilepsie ist eigentlich eine gut zu behandelnde Krankheit – solange Geld für die Untersuchung und die Medikamente da ist. Für Familie Yupanqui ist das nicht möglich. 600 Soles, ungefähr 200 Euro, verdient Frau Yupanqui im Monat für die 6,5 Tage Arbeit pro Woche. „Würde ich weniger arbeiten wollen, verliere ich meinen Job,“ sagt sie, „das darf man in Peru nicht fragen.“ Und der Job ist wichtig für sie, denn als alleinstehende Frau ist es Glücksache überhaupt arbeiten zu können. „Am meisten Angst habe ich davor, wenn meine drei Großen nachmittags alleine zu Hause sind und Alexander einen Anfall bekommt. Die beiden Mädchen sind mit ihren 9 und 7 Jahren noch zu klein, um ihm richtig helfen zu können,“ befürchtet Frau Yupanqui.


Betreuerin oder großzügige Spende

„Für Herzen für eine Neue Welt“ steht für Familie Yupanqui die Unterstützung bei der Untersuchung und Behandlung der Epilepsie von Alexander im Vordergrund. Aber auch für die spezialisierte Betreuung des kleinsten Kindes mit Down-Syndrom werden Spender gesucht. „Unser Herzenswunsch wäre es, wenn wir einen Spender für eine Betreuerin finden, die nachmittags auf die Kinder aufpasst, oder eine langfristige finanzielle Spende, die es der Mutter ermöglicht, nicht zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern,“ so Sandra Rodriguez Gonzales.



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