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2000 Zahnbürsten für Perus Kinder  


Zahn- und Mundhygiene ist in den Hochanden Perus ein noch nicht weit verbreitetes Thema. Der gemeinnützige Verein „Herzen für eine Neue Welt“ bietet neben kostenfreien Zahnarztbehandlungen auch Aufklärung in Schulen und Kindergärten zu dem Thema an.

30 große Augenpaare schauen gebannt auf zwei deutsche, junge Frauen und erfahren, warum Zähneputzen so wichtig ist – und wie man es überhaupt macht. Christina Steudel und Lisa Jadczak sind Zahnmedizinstudentinnen aus Mainz und nutzen ihre Semesterferien, um Kindern in den Hochanden Perus die Notwendigkeit der Zahnhygiene näher zu bringen. Vormittags klären sie in den Schulen auf und nachmittags helfen sie dem Zahnarzt Dr. Gorky bei der Behandlung, die „Herzen für eine Neue Welt“ in den Krankenstationen kostenfrei anbietet. „Die Arbeit hier ist für uns sehr erfüllend, denn sie wird dankbar angenommen und ist zudem auch notwendig“, sagt Lisa. „Das sieht man manchmal leider schon bei einem ersten Lächeln.“


Zahnhygiene hat eine geringe Priorität

Wie auch in anderen armen Ländern haben strahlend weiße Zähne in den Hochanden Perus einen geringeren Stellenwert, als in den westlichen Ländern. Zum Zahnarzt geht man wenn überhaupt, wenn der Zahn weh tut. In den ländlichen Gegenden muss erst für Essen, Feuerholz, Kinder und Tiere gesorgt sein, bevor man sich um Gesundheit und Erhalt der Zähne Gedanken machen kann. „Es ist erschreckend, dass die für uns ganz selbstverständliche tägliche Hygiene, hier meist gar nicht bekannt ist“, sagt Christina. „Denn es sind nicht immer nur die Kinder, die aufmerksam zuhören, sondern auch die Lehrer.“


Überzeugung der Eltern und Lehrern

Für die Kinder ist es spannend und aufregend, wenn sie sich zum ersten Mal die Zähne putzen. Doch die richtige, nachhaltige Arbeit liegt bei den Lehrer und Eltern. Sie gilt es zu überzeugen, wie wichtig die regelmäßige Zahnhygiene ist. „Die Zahnbürsten bleiben in den Schulen“, sagt Sandra Rodriguez Gonzales, Direktorin von „Herzen für eine Neue Welt“. „Denn so können wir zumindest das Zähneputzen nach dem Frühstück und Mittagessen gewährleisten.“ Die Lehrer sind sich der Notwendigkeit bewusst und achten auf die tägliche Zahnhygiene. „Sobald die Kinder zu Hause sind, können wir das nicht mehr kontrollieren“, so Rodriguez Gonzalez, „denn in den Familien spielen andere Prioritäten eine Rolle.“ Doch „Herzen für eine Neue Welt“ möchte in Zukunft auch weiterhin die Eltern gezielt aufklären und das tägliche Zähneputzen als einen festen Bestandteil in den Alltag integrieren.


Bakterien haben negativen Einfluss auf die Gesundheit

Aktuelle Forschungen zeigen, dass Bakterien im Mund, die unter anderem durch mangelnde Hygiene entstehen, Ursache weiterer Krankheiten sein können. Herzkrankheiten und Arthritis sind nur ein Beispiel dafür. „Die Folgen sind vielseitig, nicht nur fehlende Zähne beeinträchtigen das Leben eines Menschen deutlich“, erklärt Lisa. „Wenn es die Kinder von klein auf lernen, haben sie gute Chancen auf ein halbwegs gesundes Gebiss.“ Zwei Mal pro Jahr gehen deshalb alle 70 Kinder aus dem Kinderdorf „Munaychay“ zur Vorsorgeuntersuchung bei dem projekteigenen Zahnarzt Dr. Gorky. „Das ist für Peru zwar eine Seltenheit, doch die Kinder verstehen schon jetzt, wie wichtig diese Kontrolle ist und sehen auch, dass sie im Vergleich zu Schulkameraden deutlich weniger Zahnprobleme haben“, so Dr. Gorky. „Das ist hier eine Frage der Erziehung.“ „Herzen für eine Neue Welt“ bietet in zwei Gesundheitsstationen eine kostenfreie Behandlung und Untersuchung an.


Erste Spende aus Salzburg

Die ersten 500 Zahnbürsten sind bereits in Urubamba angekommen und werden schon nach wenigen Tagen alle benutzt. Dr. Hedy Wawrik, eine Zahnärztin aus Wien, wurde durch Amina Krami auf „Herzen für eine Neue Welt“ aufmerksam. Amina hat als Freiwillige ein Jahr im Kinderdorf „Munaychay“ und im Kindergarten mit den Kindern gearbeitet. Sie erkannte den Bedarf an Zahnbürsten bereits nach kurzer Zeit. „Viele Eltern putzen sich nicht die Zähne und woher sollen es die Kinder dann lernen?“, fragte sich Amina.


Ein Herzensprojekt für die Gesundheit

„Das Lachen der Kinder liegt uns am Herzen, besonders ein gesundes Lachen“, so Dr. Dieter Arnold, Gründer von „Herzen für eine Neue Welt“. Daher möchte sich der Verein auch in Zukunft weiterhin für die ausreichende und richtige Hygiene in der Bevölkerung einsetzen. Dass die angehenden Zahnärztinnen jetzt in den Schulen aufklären und dabei fast 2000 Zahnbürsten verteilen, ist ein entscheidender Anfang. Aber auch nur ein Teil der Hilfe und Unterstützung, die der Verein für die Kinder und Landbevölkerung leistet und auch noch in Zukunft leisten wird.



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