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Begeistertes Lernen in den Sommerferien  


8:45. Die Schulglocke klingelt und die Kinder rennen zu ihren Klassenräumen.

Heute steht Spanisch auf dem Stundenplan. Für deutsche Schüler/innen eine Unvollstellbarkeit in den Ferien zur Schule zu gehen. In Peru ist es eine Chance der Armut zu entfliehen.


Es gibt nicht genügend Lehrer, darum werden viele Klassen zusammen gelegt.

„Ja, mir gefallen die Vacaciones Utiles!“ (span.: „Ferienunterricht“), sagt der kleine Christian (6) bescheiden und schaut auf sein Heft. „Das ist mein Heft!“, erklärt Christian, schlägt es auf und zeigt stolz das Weihnachtsbild, welches er gemalt hat und die „a“´s und „i“´s welche er ordentlich abgeschrieben hat. Als es um 8:45 zum Unterricht klingelt, rennen alle in ihre Klassen. Da es nur wenige Lehrer und Kapazitäten gibt, wurden viele Klassenstufen zusammengelegt. Christian, der nach den Ferien mit der Schule beginnen wird, teilt sich den Unterricht mit den zukünftigen Zweitklässlern und den Vorschulkindern. 30 Kindern sitzen kurze Zeit später in geordneten Reihen im Klassenraum. Es ist kalt, die Räume sind weder beheizt noch ausreichend isoliert. Draußen regnet es leicht.


Am meisten Wert werden auf die Fächer Mathematik, Spanisch und Englisch belegt

Nach dem Sprechen des Vaterunsers und Singen einiger Lieder, beginnt der Unterricht. Je nach Jahrgang werden Striche, Buchstaben und Silben abgeschrieben. Wenige Klassenräume weiter unterrichtet der Freiwillige von „Herzen für eine neue Welt e.V.“, Olli H., die Fünft- und Sechsklässler in Englisch. Gemeinsam übersetzten sie einfache Sätze vom Spanischen ins Englische. Die Konzentration lässt jetzt schon bei einigen nach. Man kann es ihnen nicht verübeln. Wer möchte schon in den Ferien zur Schule gehen?


Bessere Chancen auf einen guten Abschluss und eine sichere Arbeit

Doch hinter diesem Projekt steht eine dringende Notwendigkeit. „Zuhause werden die Kinder nicht gefördert. Dank des Ferienprogramms in der Schule, haben die Kinder eine bessere Chance auf einen guten Abschluss und später eine angemessen bezahlte Arbeit.“, erklärt Dr. Sandra Rodriguez Gonzales, Direktorin des Vereins „Corazones para Perù“ in Urubamba, auf die Frage, warum der Ferienunterricht für die Kinder in Chicon und Yanahuara vor 5 Jahren eingeführt wurde. „Wenn die Kinder zwei Monate lang nichts machen, dann vergessen sie alles!“ ergänzt die Lehrerin Karina und fügt hinzu: „Die Kleinen können teilweise nach den Ferien nicht mal mehr ihren Namen schreiben!“


Alles etwas entspannter als sonst

Fünf mal die Woche haben die Kinder von 8:30 bis 13:00 Uhr Unterricht, „damit die Kinder nicht den Anschluss verlieren und nächstes Jahr bessere Noten schreiben.“, erklärt Sandra Rodriguez Gonzales. Doch es wird nicht nur stumpf auswendig gelernt. Alles ist ein wenig entspannter als im normalen Schulalltag. Zum Beispiel ist jeden Freitag Sport- und Spieltag. Man möchte natürlich, dass die Kinder wieder kommen, denn auch wenn Anwesenheitspflicht besteht, gibt es keine Strafen, sollte jemand nicht erscheinen.



Viele Eltern verbieten ihren Kindern den Ferienunterricht

Karina hat eine 7-jährige Tochter. Sie ist aber nicht hier. „Der Regen!“, erklärt Karina und wendet sich wieder ihrem Brot zu. Sie möchte nicht, dass ihre Tochter krank wird, fügt sie später hinzu. Aber die meisten Kinder erscheinen nicht zum Unterricht, weil die Eltern Hilfe in der Küche, bei der Feldarbeit oder beim Hüten des Viehs brauchen. Viele Eltern haben selber nicht mehr als 6 Jahre der Grundschule besucht. Die Wichtigkeit einer guten Bildung hat sich noch nicht im Bewusstsein der Eltern gesetzt. Der Teufelskreis der Armut und das Leben der Feldarbeit im Familienbetrieb ist vielen damit schon beinahe vorherbestimmt.


Schon im Kindergarten fangen die Kleinsten mit dem Lernen an

Die Tatsache, dass Zuhause nicht mit den Kindern gelernt wird, sei es auch nur spielerisch, zeigt warum es so wichtig ist, dass bereits im Kindergarten mit dem Lernen begonnen und Ferienunterricht angeboten wird.


In Zukunft sollen noch mehr Fächer angeboten werden

Doch Sprachkenntnisse und Mathematik sind nicht alles. Nächstes Jahr sollen noch mehr Fächer angeboten werden, wie Musik oder Tanz. Das soll das Selbstbewusstsein stärken und das Interesse an der eigenen Kultur fördern, auch wenn diese Fächer leider nicht im normalen Schulalltag integriert werden können.



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