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Novemberbericht von Konrad Reichel  


Die Ballade des Tages

Lieber Leser,

viel habe ich schon erzählt. Als Themen habe ich gewählt: „Relevanz von Profanem“, „Zeit“, „Heimat“ und „Ansprüche und Genügsamkeit“.

Doch mir wurde zugetragen, ich solle mehr sagen über der Freiwilligen Alltag, weil das, einen grundsätzlichen Einblick zu geben, vermag.

An unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Zeiten beginnt man, sich für den Tag zu bereiten. Manche ganz gelassen, and´re eifrig hastend laufen durch die Wohnung, denn der Bus fährt ohne Schonung

Um 7:30!!!

Das gilt allerdings nur für die Volus aus Munaychay, d.h. sie verschlingen ihr Frühstück (viel zu oft Haferbrei), meist verschwiegen machen sie ihre Toilette, denn auch hier gilt Etikette. Dann beginnt der Morgensport: Ein Sprint, denn der Bus macht sich schon fort.

Die Volus aus dem Tal nach meiner Sicht betrifft diese Eile nicht. Nur die nach Wawa Sonqo fahren, spüren etwas Wind der Eile in den Haaren. Die and´ren können in Ruhe ihren Haferbrei mischen, sie müssen keinen Bus erwischen.

Im Munaychaybus herrscht Krach, die Munaykinder sind hellwach. Die Kinder fahren in die Schule, wir „bajan“ in die Kuhle. Die „Kuhle“ ist das Heilige Tal. Bis zum Mittagsmahl arbeiten wir in verschiedenen Arbeitsfeldern und gehen verschwenderisch um – mit euren Spendengeldern.

Spaß! Haha!

Wir Volus helfen mit unserer Arbeitskraft, weil pures Kapital nicht alles schafft. Wir geben pro Morgenschicht entweder Englischunterricht oder arbeiten im Behindertenprojekt,

zeigen in der Physio, wie man seine Glieder reckt, verkaufen Waren auf dem Markt, sind in der Tiareunion, wo nicht nur eine Tia klagt, reisen mit den Zahnärzten herum und arbeiten uns in Santa Rosa den Buckel krumm.

Naja, so hart ist die Feldarbeit jetzt auch nicht.

In der Mittagspause wird entspannt, höchstens zur Stärkung in die Küche gerannt. Danach, bis in die Nacht - das ist kein Scherz - arbeiten wir in Munaychay oder „Lernen mit Herz“ Wir helfen und spielen mit den vielen, vielen Kindern, um ihren Alltag zu bereichern und den Tias/ den Familien die Arbeit zu erleichtern.

Die Nacht gehört den Volus ganz allein. Man kann in einer Kaminrunde beisammen sein. Wir spielen Spiele, Salsa und Club sind and´re abendliche Ziele. Oder wir singen und lassen die Gitarre erklingen.

Im Schlaf finden wir dann uns´re wohlverdiente Pause, nur manchmal bleiben wir den ganzen Tag zuhause, dann sind wir nämlich krank. Parasitenalarm! (Das sind diese kleinen Tierchen im Darm.) Doch das passiert nur selten – Gott sei Dank!



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