Gesundheitszentren

Wir begreifen Gesundheit und Hygiene als einen wesentlichen Baustein für nachhaltige Entwicklung. In ländlichen Regionen der Hochanden Perus haben die Menschen kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und die Hygieneverhältnisse sind oft verheerend.

Dem möchten wir mit zwei Gesundheitszentren und zahlreichen Gesundheitskampagnen entgegenwirken. In Kooperation mit dem Verein Zahnärzte helfen e.V. (Link einfügen) haben wir in den vergangenen Jahren sehr viel ermöglicht. 

In den Gesundheitsstationen kümmern sich ein Zahnarzt, Zahnarztpraktikanten, eine Allgemeinmedizinerin, eine Krankenschwester und ein Labormediziner um das Wohl von unseren Patienten. Außerdem gibt es regelmäßige Gesundheitskampagnen, durchgeführt von den Zahnarztpraktikanten und Freiwilligen, in den Bergdörfern sowie den lokalen Schulen, bei denen versucht wird die Wichtigkeit von sorgfältiger Zahnpflege sowie allgemeine Hygiene und Gesundheitsvorsorge hervorzuheben. 

Behandelt werden zum Großteil Patienten, die sich bei der Arbeit auf ihren Feldern verletzt haben. Patienten suchen uns mit Knochenbrüchen, Rückenproblemen und Platzwunden auf. Auch psychische Krankheiten und Folgen von Alkoholismus sind an der Tagesordnung. Häufig kommen auch Frauen, die von ihren Männern geschlagen wurden. Gewalt in der Familie ist in Peru nach wie vor sehr weit verbreitet. 

In der gesamten Region Urubambas war bislang keine gynäkologische Behandlung mit Ultraschallgerät möglich. Wir haben dem mit einem modernen Ultraschallgerät Abhilfe geschaffen, unter anderem für Schwangerschaftsuntersuchungen. 

Beim Zahnarzt zeigt sich auch viel Handlungsbedarf: beispielsweise Patienten mit schwerem Karies, die jahrelang mit Schmerzen gelebt haben, da sie sich keinen Zahnarzt leisten konnten. Das Röntgengerät macht nun zahnerhaltende Wurzelbehandlungen möglich. Seit 2018 können Kinder in Munaychay auch im zahnärztlichen Behandlungszimmer vor Ort behandelt werden. 

Von den Patienten der Gesundheitsstationen ist niemand versichert, da Versicherungen kaum existent oder für die Landbevölkerung oft nicht bezahlbar sind. So kann eine Behandlung auch mit einem Minimalbetrag von einem Sol oder auch nur mit einem Apfel oder ähnlichem bezahlt werden. Unsere Patienten kommen teilweise von weit her. Sie kommen, weil es oft keine Ärzte in der Nähe gibt oder weil sie sich einen Arztbesuch sonst nicht leisten können; und sie kommen, weil sich die Ärzte hier Zeit für sie nehmen und ihnen hier wirklich geholfen wird.

Andere Projekte

2003

Wawa Sonqo

Wawa Sonqo ist eine Kinderkrippe, die im April 2011 im Chicón-Tal, etwas unterhalb des Kinderdorfes Munaychay, eröffnet wurde. "Wawa Sonqo" heißt auf Quechua „Babyherz“. Kleinkinder im Alter von sieben Monaten bis drei Jahren werden dort ganztags betreut und haben so die Möglichkeit mit anderen Kindern zu spielen. 

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2015

Schulspeisungsprogramm

Mit vollem Bauch lernt es sich besser. Eine warme Mahlzeit ist jedoch nicht für jedes Schulkind in den Anden Perus eine Selbstverständlichkeit. Aufgrund von Armut, Unwissenheit oder Vernachlässigung der Eltern ist die Ernährungssituation unzureichend. Viele Kinder sind unterernährt und weisen körperliche Mangelerscheinungen auf. Das ist kein guter Nährboden für Bildung.

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2008

Lernen mit Herz

Eine solide Schulausbildung ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut und Gewalt. In Peru ist der Abschluss einer weiterführenden Schule Voraussetzung dafür, dass Jugendliche einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen.

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